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DTT-Workshop "Terminologiearbeit in Unternehmen" am 04.10.2006 zu Gast bei TermSolutions in der “Fabrik am See”, Langenargen

Mark Childress (SAP AG), Dr. Francois Massion (D.O.G. GmbH) und Peter Oehmig (Heidelberger Druckmaschinen AG) präsentierten ihren eintägigen Workshop zum Thema "Wie funktioniert erfolgreiche Terminologiearbeit in Unternehmen".
In den letzten vier Jahren führten sie bereits weit über 400 Workshopteilnehmer durch einen kurzweiligen Tag mit hohem Informationsgehalt.

Dementsprechend große Resonanz fand der eintägige Workshop, zu dem der Deutsche Terminologietag e.V. (DTT) in die Räume von TermSolutions nach Langenargen eingeladen hatte.
37 Profis aus dem Bereich Technische Redaktion und Übersetzung machten sich gemeinsam mit dem bewährten Referententeam auf die Suche nach dem "Warum", dem "Wieviel" und dem "Wie" erfolgreicher Terminologiearbeit.

  • Welche Argumente sprechen für eine professionelle Terminologiearbeit und überzeugen auch die "Chefetagen"?
  • Was kostet Terminologiearbeit - was spart sie ein?
  • Wie fange ich an?
  • Welche grundlegenden Konzepte und Methoden spielen eine Rolle?
  • Welche Hilfsmittel/Tipps und Tricks gibt es?
  • Wie haben sich erfolgreiche Firmen der Herausforderung Terminologiearbeit gestellt?

Mark Childress, ursprünglich als Übersetzer bei der SAP AG eingestiegen, wurde bald darauf mit der Aufgabe betraut, ein firmenweites Terminologiemanagement einzuführen. Humorvoll beschreibt er seinen Weg von der Frage "Wie fange ich bloß an?" zur Antwort "So läuft das Terminologiemanagement bei SAP heute". Er berichtet über seine Argumentationsansätze "Terminologiearbeit ist Wissensmanagement" gegenüber dem Management, die stufenweise Definition und Umsetzung der Terminologieprozesse sowie der entsprechenden Verbreitung von Terminologie über die (natürlich selbst entwickelte) SAP-Softwarekomponente SAPterm.

Aus dem Blickwinkel eines Dienstleisters im Bereich Technische Dokumentation und Übersetzung berichtete im Anschluss Dr. François Massion. Häufig mit dem Dilemma konfrontiert, dass Terminologiearbeit zwar unbedingt nötig ist, aber eigentlich nichts kosten darf, beschäftigte er sich zunächst mit der Analyse von Kosten und Nutzen der Terminologiearbeit. Auch hier konnten die Teilnehmer wertvolle Argumentationshilfen mit nach Hause nehmen. Danach ging es an die Trickkiste: Mit Hilfe von Word und Excel zeigte Massion einfache Möglichkeiten, Terminologie aus kleineren Texten abzugreifen und erklärte kurz den Einsatz kommerzieller Terminologieextraktionswerkzeuge.

Peter Oehmig, der bereits den einführenden kurzen Grundlagenvortrag bestritten hatte, unterhielt die Teilnehmer nach dem Mittagessen mit einer kurzweiligen Übung: Die Teilnehmer bekamen ein kleines Radiogerät mit diversen Zusatzfunktionen und die Aufgabe, die Teile des Geräts adäquat zu definieren und zu benennen und ihre terminologischen Entscheidungen später in einem fiktiven Terminologiezirkel zu begründen.

Im Anschluss an diesen praktischen Teil plauderte auch Oehmig aus dem Nähkästchen: Er ergänzte die Praxisberichte seiner Mit-Referenten um seine Erfahrungen mit dem Terminologiemanagement bei der Heidelberger Druckmaschinen AG. Auch wenn Parallelen zu den Ansätzen seiner Vorredner naturgemäß bestanden, wurde klar, dass die Terminologiearbeit bei einem Maschinenbauunternehmen durchaus anders gehandhabt wird als bei einem Dienstleister oder in einem Softwarehaus - so vertraut Heidelberger beispielsweise auf eine kommerzielle Software zur Bereitstellung von Terminologie und nicht wie SAP auf eine Eigenentwicklung. In der Darstellung der Entwicklung „vom Bettvorleger zum Terminologie-Tiger“ zeigte Oehmig die steigende Akzeptanz der Terminologiearbeit bei Heidelberger Druck, die auf ein gelungenes Terminologiemanagement zurückzuführen ist.

Das Fazit eines gelungenen Tages: Zufriedene Teilnehmer, die eine Reihe von Denkanstössen für ihren eigenen Terminologie-Alltag mit nach Hause nehmen konnten.